Magazin für Amateurfunk - Elektronik - Funktechnik Monatsausgabe Februar
(oh) Dass nicht nur der Fernostbereich in punkto innovative Gerätetechnik hervorragende Leistungen erbringt, kann man im zweiten Teil der umfangreichen Vorstellung über den ADT-200A aus der Schweiz nachlesen. Völlig unspektakulär im Aussehen verbirgt dieses Gerät hervorragende technische Qualitäten, die natürlich auch einen angemessenen Gerätepreis erfordern. Klein aber fein kann man da nur sagen, und wünscht sich die gefüllte Brieftasche, um dieses Prachtding auch im eigenen Shack haben zu können.
Ein für mich sehr interessanter Beitrag beschreibt den FA-Synthesizer (mit Si570) als multifunktionalen VFO. Darunter versteht der Autor, DG8SAQ, die Erweiterung mit zwei kleinen Platinen, auf denen ein Portexpander und Drehgeber und ein 2x16 stelliges LCD-Modul aufgebaut werden. Mit der notwendigen Firmware-Erweiterung kann dann der Synthesizer als autarker VFO mit 15 Speicherstellen, Offsetsteuerung und weiterhin verfügbarer Steuerungsmöglichkeit über die USB-Schnittstelle verwendet werden. Einziger Wermutstropfen: Nach Umbau ist der FA-SY nicht mehr mit dem FA-SDR-TRX zu verwenden. Neben der gedämpften Leistungsanzeige mittels Zeigerinstrument wäre manchmal eine lineare Leistungsmessung mit Spitzenwertanzeige von Vorteil. Dazu braucht man keine Spitzentechnologie, weil mit den altbekannten Vierfach-Spannungskomparatoren vom Typ LM339, den es auch in SMD-Ausführung gibt, eine rasche Umsetzung dieser Anforderung seit vielen Jahren möglich ist. Werden die Ausgänge der Komparatoren, wie vorgesehen, auf LED's geschaltet, steht eine optische Balkenanzeige zur Verfügung. Die Präzision steht und fällt mit der Genauigkeit der Widerstandskette am Referenzeingang der Komparatoren. Im Beitrag ist deshalb eine Tabelle mit den 20 Rechenwerten und der tatsächlichen Kombination aus Widerständen der E24-Reihe enthalten, wobei mit zwei Normreihenwiderständen pro Widerstandswert das Auslangen gefunden wird. Bei Kurzwellenantennen vielfach vernachlässigt, stellt eine rein asymmetrische Speisung von 50 und 28 Ohm Yagi-Antennen im VHF/UHF-Bereich eine grosse Unterlassungssünde dar, die sich in einem Schielwinkel mit Dämpfung anstelle von Gewinn darstellt. Wie bereits im Rothammel-Antennenbuch umfangreich erläutert, stellt DK7ZB im FA-Beitrag die korrekte symmetrische Speisung dieser Dipoltypen unter besonderer Berücksichtigung des heute erhältlichen Materials vor. Wie ich meine, ein besonders wichtiger Artikel für jeden Antennenbauer. Für Leute mit entsprechendem Aufbauplatz sei die Lektüre des Beitrags von DO5UWE über eine (neue) Mehrbandantenne angeraten. Hat man die erforderlichen 12-14m hohen Aufhängepunkte im passenden Abstand zur Verfügung, kann eine resonante Mehrbandantenne aufgebaut werden. Als klassische Aufhängepunkte könnten zwei überlange Kunststoffflaggenmasten (statt 9m mit 12m Höhe) im eigenen Garten, so vorhanden, Verwendung finden. Die Antenne eignet sich so nebenbei (oder als Hauptargument, hi) als Sammelpunkt für die Vögel im Winter, bevor sie von dort aus ihre Futterhäuschen in ihrem Garten aufsuchen. Da muss man doch ihre Fürsorge für ihre Wintergäste loben, oder nicht? Antenne? Aber wie denn und wo denn!?!
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