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Kids Day Aktivitäten im Technischen Museum WIEN (red) Dieser 21. Juni 2008 war in Wien ein heisser sonniger Tag, der die Menschen wohl eher ins Schwimmbad locken würde als in ein Museum. Sollte man meinen. Aber es kam dann doch noch ganz anders: Das Technische Museum Wien hat den ICOM Radio Club eingeladen, im Rahmen der Sonderschau "medien.welten" den jungen Leuten Funk zum be- und angreifen näher zu bringen. Im Hinblick auf den Kids Day waren sich die Mitglieder des IRC schnell einig diese Einladung anzunehmen. Noch dazu, wo das Museum auch eine sogenannte "Funknacht" veranstaltete, welche Gelegenheit bot, gut fünzig Kinder im lockeren Stationsbetrieb selbst an Schraubenzieher, Lötkolben, Morsetaste und Mikrofon zu lassen, wovon auch eifrig Gebrauch gemacht wurde. Das Bild zeigt die angehende YL Yael im QSO mit einer deutschen Station im 20m Band, assistiert von Dieter, OE8KDK.
Zur Tagesveranstaltung, die von der Presseabteilung des TMW in der Tagespresse und im Rundfunk angekündigt war, kamen trotz des herrlichen Badewetters so viele Kinder und Jugendliche und erwachsene Begleitpersonen, dass die vorbereiteten Stationen (2m Station, 70cm Station, KW-Station 80/40m, KW-Station 20-10m, PMR-Station, Morsen, Bau einer Paperclip Morsetaste) immer von interessierten jungen Besuchern besetzt waren.
Am weitesten angereist dürfte wohl eine Familie aus Südafrika gewesen sein, die gezielt nach dieser Veranstaltung gesucht haben und nicht nur die beiden Söhne, sondern auch Mutter und Vater sehr interessiert am Kids Day teilgenommen haben. Arnold, OE1AGB, gemeinsam mit Franz OE1AOA, geistiger Vater dieser Veranstaltung, hat den jungen Besuchern samt Begleitung eine kurze "kindgerechte" Einführung in das Thema gebracht. Mit diesem Wissen ausgestattet, kamen die Kids gut vorbereitet zu den einzelnen Stationen.
Und es hat allen Spass gemacht; sowohl den Kids als auch dem engagierten Team des ICOM Radio Clubs mit ihren Freunden vom Landesverband Wien des ÖVSV und natürlich hat sich auch der Präsident des ÖVSV, Michael OE3MZC, mit großer Begeisterung den vielen Fragen des möglichen Funkernachwuchses gestellt. Zentrale Anlaufstelle für die Kids war der Infostand, wo YL Maria für einen reibungslosen Ablauf sorgte und den Kids einen Funkpass übergab, der bei den verschiedenen Stationen nach Lösung einer Aufgabe gestempelt wurde und schließlich zu einem sehr begehrten Teilnahmediplom führte. Erste Station war "Kurzwellenhören". Harald und sein Team vom ADXB-OE haben den Kindern gezeigt, dass es außer den bekannten heimischen UKW-Musiksendern noch ganz viele Rundfunkstationen auf Kurzwelle gibt, die auch in deutscher Sprache senden und so die Möglichkeit bieten, vieles über ferne Länder und die Menschen dort zu erfahren. Eifrig wurde am Empfänger gedreht und unter Anleitung des Teams ganz ordentliche Hörberichte erstellt, die in Bälde wohl eine QSL-Karte ins Haus flattern lassen.
Mit Begeisterung wurden Morsetasten gebaut. Da wurde geschraubt, gemalt und gelötet und wunderschöne Paperclip Keys waren das Resultat. Jeder konnte seine Morsetaste dann selbst an der Station Morsen selbst ausprobieren. Hermann OE1HFC hat die Kids auch eine Art "Funkensender" selbst ausprobieren lassen und als Gebehilfe hatte er ein schönes Kupferbrett vorbereitet, wo man durch bloßes Drüberfahren mit einem Stift das jeweilige Klangbild eines Zeichens anhören konnte. Auch die PMR-Station hat Spaß gemacht und dann ging es "on air" an den Amateurfunkstationen. Hier wurde mit anderen Kindern und YLs und OMs aus der näheren Umgebung gearbeitet und sogar echtes DX auf 20m gefahren. Die Kids zeigten dabei manchmal sehr professionelles Arbeiten und wurden von den Operators einfühlsam unterstützt. Um 1600 Uhr war der Tagesteil des Kids Day vorüber und die Veranstalter konnten eine positive Bilanz ziehen. Ab 17 Uhr begann dann die Funknacht. Teilgenommen daran haben etwa 50 Kinder, die rund um die Uhr vom museumspädagogischen Team betreut wurden. Der Hauptprogrammpunkt war natürlich der Funk. Der eingespielte Ablauf vom Tagesprogramm hat sich auch am Abend bewährt. Der Andrang an den Stationen war aber ungleich stärker. Die YLs und OMs an den Stationen fanden alle einen tollen Zugang zu den Kids und es war ihnen sichtlich ein Vergnügen, all die vielen Fragen zu beantworten bzw. bei den QSOs zu assistieren.
Nach Mitternacht war der Funkteil zu Ende und die Funker verließen das Museum, so dass es ab diesem Zeitpunk den Kindern und ihrer Betreueergruppe ganz alleine gehörte. Kinder-Disco, Pizza essen und noch viele interessante Spiele haben den Kindern dann die richtige "Schlafsackschwere" gebracht und am Sonntagmorgen, nach einem kräftigen Frühstück, wurden sie wieder von ihren Eltern abgeholt. Für die Funkcrew war die Arbeit noch nicht beendet. Auf dem Dach des Museums haben sie schon eine Woche vor der Veranstaltung Antennen aufgebaut und über 300m Koaxkabel verlegt. Das musste natürlich wieder Abgebaut werden. Aber man war sich einig, dass sich diese Mühe jedenfalls gelohnt hat und es eine wunderbare Veranstaltung im Sinne der Nachwuchsarbeit war. funknachrichten.at war bei der Tagesveranstaltung dabei und wir können dem ICOM Radio Club und seinen Freunden zum Ablauf dieses Kids Days im TMW nur gratulieren. Wie wir aus den Gesprächen entnehmen konnten, sind schon weitere Aktivitäten zum Thema Nachwuchsarbeit geplant.
Die Fotos oben wurden während der Tagesveranstaltung gemacht. Weitere Fotos, besonders von der Funknacht, hat Franz OE1AOA zur Verfügung gestellt. Sie können die Fotos hier ansehen. |