www.funknachrichten.at
funknachrichten.at  
Titelseite arrow Technik arrow Alumast um unter 20 Euro ?
Samstag, 11. September 2010
 
 
Funkmagazin
Titelseite
Recht & Behörden
Amateurfunk
Satellitenfunk
ARDF - Fuchsjagd
Jugend & Ausbildung
SWL & BCL
CB-Funk, PMR & LPD
See- & Schiffsfunk
Blaulicht-Funk BOS
Diverse Nachrichten
Markt-Infos
Technik
Zeitschriften
Suchen
Impressum
Serviceseiten
Links
News Titel
Sudoku
Wichtige Links
ICOM Radio Club
AMSAT-DL
ÖVSV
AMRS
MFCA
Rufzeichenliste BMVIT
DL-Rufzeichen Suche
Anmeldung





Passwort vergessen?
Statistik
Mitglieder: 133
News: 885
Weblinks: 52
Besucher: 1958303
Aktuell 1 Gast online
Terminkalender
September 2010
Mo Di Mi Do Fr Sa So
30311 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 1 2 3
Die nächsten Termine
Platz für ihren Termin
RSS FEED-Links
Alumast um unter 20 Euro ? Drucken
Geschrieben von Ottwald J. HOLLER   
Dienstag, 15. August 2006

Image(oh) Für das Urlaubs-QTH wird bei Anfahrt mit dem eigenen Pkw ein leicht transportierbarer und einfach aufzubauender Mast benötigt. Er trägt am Urlaubs-QTH den Mittelteil einer 2*20m Zeppantenne, die inverted V aufgespannt wird. Dazu kommt dann noch eine Triple leg für 20m. Und das so billig?

Im vergangenen Jahr hatte ich an meinem Urlaubsort, Kisvárda – im äußersten Nordosten von Ungarn – 24 km von der ukrainischen Grenze entfernt, mit meinem Freund Béla Mozga den Mittelteil meiner Zeppantenne auf einen Holzgalgen, gebaut aus drei dreieinhalb Meter langen Holzlatten, befestigt und zum Auf-und Niederziehen des Mittelteiles eingerichtet. Siehe Bild 1. 

Image
Bild 1 - Holzkonstruktion
Am Ende des Sommers konnte ich in der Fundgrube von Ikea, das ist so eine Art Restverkauf von übrig gebliebenen oder beschädigten Lieferteilen, drei Aluminiumrohre aus der Möbelproduktion um je 3 Euro erstehen.

Zu Hause stellte ich zu meiner Freude fest, dass es sich um Teleskoprohre handelte, also in jedem Rohr noch ein kürzeres Rohr mit einem Plastikteil verkantet zu finden war.

Diese Innenrohre waren nur mit viel Geduld und etwas Hilfsmitteln unbeschädigt aus dem Hauptrohr zu entfernen. Am Ende dieser Tätigkeit hatte ich dann um den Gesamtpreis von 9 Euro folgende Rohre zur Verfügung:

 

 

 

  • 3 Stück  Alurohre mit einem Durchmesser von 47 mm und  195 cm Länge
  • 3 Stück  Alurohre mit einem Durchmesser von 40 mm und  150 cm Länge

 

 

Eines der Innenrohre habe ich auf  30 cm lange Stücke geschnitten, die jetzt die Verbindungsrohre der drei großen Rohre und des Sockelteiles darstellen.  Außen- und Verbindungsrohr werden auf jeder Seite mit zwei M6-Bolzen mit großen Beilagscheiben und Sechskantmuttern fixiert. Sie können an diesen Stellen auch einseitig für den Transport getrennt werden.

Image
Bild 2 - Antennensatz
Die oberen beiden Mastsegmente werden aus zwei Innenrohren gebildet, die durch ein 20 cm langes Alurohr mit einem Außendurchmesser von 32,8 cm zusammengehalten werden. Insgesamt ergibt sich so eine Gesamthöhe von 8,85 m für den Mast.

Der Mastfuß ist ein beweglicher Plastikteil, der bei Kurzwelle genügend HF-Isolation aufweist. Man kann dann die gesamte Masthöhe auch als Vertikalantenne verwenden. Erforderlich sind dabei nur leitende Verbindungen bei den Verschraubungen und zu den eloxierten Aluminiumrohren. Bei normaler Verwendung als Aufziehmast steckt das untere Ende in einem Bodenschraubspieß, 10 cm über Grund.

Am unteren Ende der dünneren, oberen Mastsegmente wird je nach Mastverwendung eine dicke Isolationsscheibe aus Teflon oder eine Scheibe aus vorgelochtem Eisen aufgeschoben.

Image
Bild 3 - Zubehör
In diese Scheiben werden mittels Schraubkarabiner die drei Sicherungsleinen eingehängt, die den Mast halten und mit selbstgefertigten Leinenspannern zu den Befestigungspunkten, Bodenheringe oder Sonstiges, führen und an diesen festgespannt werden. Es erfolgt eine Dreipunktfixierung. Beim Aufziehmastbetrieb wird an der Spitze des obersten Mastsegmentes eine Mastschelle befestigt, in deren Flansch ein Schraubkarabiner mit einer Führungsrolle eingehängt wird. In etwa 1,5 m über den Boden wird eine große Mastschelle montiert, an deren Flansch das Aufzugseil dann fixiert wird. Insgesamt habe ich also zu den Mastrohren noch folgendes Material benötigt:

  • M6-Bolzen                                            18           Stück
  • M6 Muttern                                           18           Stück
  • M6 Beilagscheiben                            36           Stück
  • Teflonscheibe 10 mm dick                 1           Stück
  • Metallscheibe 2 mm dick                    1           Stück
  • Nylonseile, 20 m lang                         6            Stück
  • Schraubkarabiner                                 4           Stück
  • Bodenheringe                                        3           Stück
  • Bodenstück, beweglich                       1           Stück
  • Rohrschelle bis 30 mm                      1           Stück
  • Rohrschelle bis 40 mm                      1           Stück
  • Führungsrolle 20 mm                          3           Stück
  • Dachrinnenhalter 55 mm                    2          Stück
  • Seilspanner, Plastik                             3          Stück
  • Einzeldraht, 1.5 mmq                         42          Meter
  • Antennenmittelstück                             1          Stück
  • Isolationseier                                         2          Stück
  • Feederleitung, 450 Ohm                      9,25    Meter
  • Balun 1:5                                                 1         Stück
  • Blockklemmen, 2.5 mmq                     1         Streifen
  • Koaxkabel RG-58/U                            10         Meter
  • Koaxstecker PL-259                             1          Stück

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Wenn man diese Einzelstücke noch dazu rechnet, kommt der Mast mit der Zeppantenne auf etwa 250.- € im Höchstfall.

Der Balun wird selbstgewickelt und dient am Ende der Feederleitung zur Impedanztransformation auf 80m. So kann mein kleiner Automatiktuner FC-30 die Antenne auch auf 3680 KHz noch problemlos anpassen.

Image
Bild 4 - Transport in der Ski-Halterung
Im Bild 2 erkennt man die einzelnen Mastsegmente des Antennensatzes, die beiden Antennenhälften mit dem Mittelstück, die Feederleitung und die Abspannleinen.

Bild 3 zeigt das Zubehör; die beiden Mastschellen, den Fußteil und die von mir sehr bevorzugten Auspuffschellen in den Größen von 54 und 45 mm. Ich habe schon öfters Kreuzschellen mit diesen Auspuffschellen aus witterungsbeständigen Material gefertigt.

Im zerlegten und eingeschobenen Zustand besteht der Mast aus drei Rohrteilen, die gut in meine magnetischen Ski-Halterungen passen und so leicht transportiert werden können, wie man auf Bild 4 erkennen kann.

Über die praktischen Erfahrungen mit dieser Antenne und dem Mast, auch in Hinblick auf Versuche mit anderen Antennengebilden, werde ich nach dem Sommer in einem weiteren Beitrag berichten.

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 26. August 2006 )
 
< zurück   weiter >
 
Top! Top!